Entstehungsgeschichte der Phänomenologisch orientierten Prozessarbeit

Marcel Hinze und die Entwicklung der Phänomenologisch orientierten Prozessarbeit

Im Jahre 1964 gründete Oskar Marcel Hinze das Institut und die Akademie für Phänomenologie und Ganzheitswissenschaft. Er vermittelte seine  geisteswissenschaftlichen Forschungen und Erkenntnisse in unzähligen Vorträgen und Seminarien. Marcel Hinze ist nicht nur ein grosser Kenner westlicher und östlicher spiritueller Traditionen, sondern er hat sich auch auf dem Hintergrund seines Studiums in Physik und Mathematik eingehend mit den jahrtausendealten archaischen Naturwissenschaften von Chaldäa/Babylon und Indien beschäftigt. Während seiner Ausbildung zum Psychologen befasste er sich eingehend mit dem Werk von Edmund Husserl, dem Begründer der modernen Phänomenologie und Lehrer von Martin Heidegger.

Phänomenologie bedeutet Erscheinungslehre. Sie wird in vielen philosophischen Richtungen angewandt, wurde aber am stärksten durch Husserl geprägt.

“Alle Erscheinungen der Welt sollen so erfasst werden, wie sie sich dem Bewusstsein originär zeigen, also ganzheitlich, geistig intuitiv und sinnstiftend“.

Im Laufe der Zeit entdeckte Marcel Hinze eindrückliche Parallelen zwischen der „Wesenschau“ von Husserl und der indischen Philosophie des Samkhya (Lehre von Geist und Materie). Die Ähnlichkeit der Erkenntnisgewinnung in der Phänomenologie und in den archaischen Wissenschaften wurden ihm immer deutlicher, und seine Forschungen bestärkten ihn, dass die Phänomenologie den Boden gibt für ein völlig neues, revolutionäres Wissenschaftsverständnis.

In seinen Seminaren hatte Marcel Hinze vielfach über die zentrale Bedeutung der Phänomenologie in der Psychotherapie gesprochen. Er sah ein grosses Potenzial in einer Therapie, welche östliche und westliche Strömungen in sich vereinigt. Diese Impulse wurden durch das LehrerInnenteam, namentlich Erika Grieder, Elisabeth Schlumpf, Ueli Gasser, Marianne Konrad, Peter Wydler und Dominique Degranges, dankbar aufgenommen. Sie bilden die Grundlage der an unserer Akademie entwickelten Prozessarbeit.

Maura und Franklyn Sills

Die grossartige Pionierarbeit unserer Lehrer Maura und Franklyn Sills, den Begründern des Karuna Instituts in Devon/GB, haben die Ausrichtung unserer Akademie entscheidend mitgeprägt. Durch den von Franklyn Sills entwickelten biodynamischen Ansatz in der Craniosacral-Therapie und dessen konsequent phänomenologisch-praktischer Ausrichtung und durch die von Maura Sills begründete buddhistisch orientierte Core Process Psychotherapy wurde nicht nur unser Ausbildungsangebot erweitert, sondern das Verständnis für einen ganzheitlichen therapeutischen Ansatz ausserordentlich bereichert und vertieft.

Dr. Randolph Stone

Dr. Stones Polarity hat die Entwicklung der Phänomenologisch orientierten Prozessarbeit wesentlich beeinflusst. Die Prinzipien, auf denen die Polarityarbeit beruht, wurzeln tief im vedischen und hermetisch-alchemistischen Weltbild und sind von grosser Gültigkeit und Aussagekraft. Sie inspirieren zu einer reichhaltigen poetischen Sprache, welche die Geschehnisse in der therapeutischen Begegnung jenseits der psychologischen Begrifflichkeit sehr treffend zu beschreiben vermag.

Einführung und Grundstufe

Akademie für ganzheitliche Heilkunst, Luftgässlein 1, 4051 Basel
0848 580 000 (Mo. bis Do., 9 bis 13 Uhr)