Prozessarbeit - Bewusstsein

auf westlicher und östlicher Grundlage

Unsere über bald drei Jahrzehnte gewachsene Prozessarbeit an der Akademie richtet sich insbesondere an Körper- und Energie- TherapeutInnen. Werden Körper- und Energiesystem berührt, ist immer der Mensch als Ganzes angesprochen. Dabei hilft die verbale Begleitung, Einsicht auch in die psychologischen Aspekte des Prozesses zu erhalten.Wir betrachten den Menschen als Einheit von Körper, Seele, Geist und spiritueller Ebene, untrennbar mit dem Kosmos verbunden. Die Prozessarbeit geht davon aus, dass der Wesenskern, der göttliche Funke im Menschen, Zentrum der Heilung und des inneren Wissens ist.

Die Ausbildung schenkt der inneren Arbeit der TherapeutIn besondere Beachtung. Dabei werden Intuition und  ganzheitliche Wahrnehmung gestärkt, und es entwickelt sich eine zunehmende Fähigkeit, über die psychologische Ebene hinaus zur unmittelbaren, direkten Einsicht zu gelangen. Übertragung und Projektion sind in der Energiearbeit komplex und es geht darum, sich der vielfältig wirkenden psychologischen und energetischen Kräfte zunehmend gewahr zu werden und verschiedene Ebenen eines Prozesses unterscheiden zu lernen.

Daraus entwickelt sich eine differenzierte Kommunikation und eine Sprache, die befähigt, den vielschichtigen Prozessen tief hörend,wertschätzend und unterstützend zu begegnen.

Über den lösungsorientierten Ansatz hinaus geht es um die grossen Fragen: Woher komme ich, wohin gehe ich, wer bin ich, und damit um Wachstum, Transformation und dem spirituellen Zuhause.

Westliche und östliche Quellen der Prozessarbeit

Phänomenologie und Ganzheitswissenschaft

Marcel Hinze

Lehrer, Forscher, Psychologe und Astronom begründete 1964 das Institut für Phänomenologie und Ganzheitswissenschaft. Als herausragender Kenner östlicher und westlicher spiritueller Traditionen, hat er mit seinen Publikationen und Seminaren die Entwicklung der Akademie wesentlich mit geprägt.

Seine Forschungen zur Phänomenologie von Edmund Husserl sah er als einen Beitrag an eine zukünftige ganzheitliche Psychotherapie.

Westliche humanistische Psychologie und Trauma-Arbeit

C.G.Jung, C.Rogers, E.Gendlin, P.Levine

Das Werk Carl Gustav Jungs ist eine grosse, klassische Inspirationsquelle. Mit seinem tiefen Verständnis der psychologisch-alchemistischen Wandlungsprozesse hin zum Selbst und der Archetypen als urkreative Kräfte, hat er einen unschätzbaren Beitrag geleistet zu einem wachstumsorientierten westlichen Zugang.

Die Prinzipien der Personenzentrierten Gesprächstherapie von Carl Rogers bieten die Basis der achtsamen und respektvollen Kommunikation, welche die Grundhaltung würdigt, dass jeder Mensch das Wissen um den „inneren Heilungsplan“ mit sich bringt.

Eugene Gendlin, ein Schüler von Carl Rogers, hat diese Prinzipien zu einem wertvollen körperorientierten, inneren Erkenntnisweg weiterentwickelt. Dies ist eine vertiefende, kreative und effiziente Bereicherung sowohl für die Körper- als auch für die Gesprächstherapie.

Die Pionierarbeit von Peter Levine als moderner, körperbezogener Zugang zur Traumalösung, ist aus der Körper- und Energiearbeit nicht mehr wegzudenken. Gerade im Körper und dem Energiesystem berühren wir die Geschichte eines Menschen oft ganz unmittelbar. Deshalb ist es sehr wichtig, Grenzen und traumatische Energie zu erkennen und angemessen begegnen zu können.

Buddhistisch-orientierte Psychotherapie

Maura und Franklyn Sills

Die grossartige Pionierarbeit unserer Lehrer Maura und Franklyn Sills, den Begründern des Karuna Instituts in Devon/GB, haben die Ausrichtung unserer Akademie entscheidend mitgeprägt. Durch den von Franklyn Sills entwickelten biodynamischen Ansatz in der Craniosacral-Therapie und dessen konsequent phänomenologisch-praktischer Ausrichtung und durch die von Maura Sills begründete buddhistisch orientierte Core Process Psychotherapy wurde nicht nur unser Ausbildungsangebot erweitert, sondern das Verständnis für einen ganzheitlichen therapeutischen Ansatz ausserordentlich bereichert und vertieft.

Polarity

Dr. Randolph Stone

Dr. Stones Polarity hat die Entwicklung unserer Prozessarbeit wesentlich beeinflusst. Die Prinzipien, auf denen die Polarityarbeit beruht, wurzeln tief im vedischen, hermetisch-alchemistischen und taoistischen Weltbild und sind von grosser Gültigkeit und Aussagekraft. Sie inspirieren zu einer reichhaltigen poetischen Sprache, welche die Geschehnisse in der therapeutischen Begegnung jenseits der psychologischen Begrifflichkeit sehr treffend zu beschreiben vermag.

Vedische Psychologie und Taoistische Innere Alchemie

Auf den ersten Blick scheinen diese zwei jahrtausende alten Traditionen sehr verschieden zu sein. Beiden Systemen liegt ein reichhaltiges Verständnis der feinstofflichen Ebenen des Menschen zugrunde. Seit vielen Jahren bildet die (ayur-)vedische Psychologie an unserer Akademie die theoretische und praktische Grundlage zum Verständnis des komplexen Zusammenwirkens von Körper, Seele und Geist.

Erst in den letzten Jahren ist das innere Wissen des Taoismus dem Westen überhaupt in grösserem Umfang zugänglich und lehrt uns unter anderem über die zentrale Bedeutung der Lebensenergie für nachhaltige Wachstumsprozesse.

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